Sommerpokalfinale Ruhr Füchse F1 – HTV Hemer ► 19:8 (14:4)

Souveräner Sieg nach Rückstand – F-Jugend schreibt Geschichte

Die F-Jugend der Ruhr Füchse schrieb am frühen Sonntag morgen Geschichte und holte den überhaupt ersten Titel des neuen Formats nach Schwerte. Bei bereits hochsommerlichen Temperaturen im Gänsewinkel lagen kurz nach dem Anpfiff allerdings kurzzeitig die Nerven blank, als der Gegner aus Hemer zum 1:0 vollstrecken konnte. Das Gefühl eines Rückstands liegt bei einigen Spielern schon lange zurück… Anders als in den Vorwochen war dies aber keine Vorentscheidung – zwei schnelle Kontertore beruhigten die Gemüter. Luke brachte seinen Puls mit den Worten “Gott sei Dank. Endlich läufts!” wieder auf Normalzustand und damit begann das fröhliche Torewerfen im Minutentakt. Insbesondere die aufmerksame Abwehrarbeit sorgte für immer wieder für Ballgewinne, die in Tore umgesetzt wurden. Eine Machtdemonstration zeichnete sich ab, die jedoch vom gegnerischen Torwart mit hervorragenden Paraden und vom mitleidigen Schiedsrichter mit diversen Gnadenentscheidungen für die Hemeraner unterbunden wurde. Nach dem deutlichen Pausenstand geschah in der zweiten Halbzeit aber Unterwartetes: 10 Minuten lang fiel kein einziges Tor. Die in der Halle aufstauende Hitze staute offenbar gleichermaßen die Konzentration sämtlicher Beteiligten. Als das Spiel in den letzten Minuten wieder etwas Fahrt aufnahm, waren immerhin die Tore auf beiden Seiten fast gleich verteilt. Und wieder ging ein deutlich geschlagener Gast zufrieden auf die Heimreise. Verrückte Welt… Der Jubel der siegreichen Füchslein erinnerte allerdings ein bisschen an die Stimmung an der Säbener Straße nach einer gewonnenen Meisterschaft. Als Mannschaftskapitänin Mie von Jugend-Lehrwart Jürgen Risse den Siegerball und die Urkunde überreicht bekam, waren die Kinder gedanklich schon beim Wassereis. Standesgemäßes Abfeiern und offensives mediales Ausschlachten von Titeln wird also über die Sommerferien in den Trainingsplan aufgenommen, damit im Instagram- und Influencer-Zeitalter die Kinder auch mal ein bisschen aufs echte Leben vorbereitet werden.

Sommermeister wurden: Mie, Faris, Levi, Theo, Luke, Mats, Finn, Alexander, Oskar W., Oskar B., Vincent und Milan.

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Tarnen, Täuschen, Tönnies: Meister im Verwirrspiel sind wir schon mal! Ruhr Füchse F1 – TV Westfalia Halingen ► 28:1 (14:0)

Erster gegen Dritter. Das ist natürlich in jeder Liga ein Spitzenspiel (außer es gibt nur 3 Mannschaften – aber das ist hier ja eindeutig nicht der Fall…)! Und so verwunderte es nicht, dass die Halinger standesgemäß mit dem Reisebus und großer Fankolonie angereist waren, Schnäpschen und Dorfpolizei natürlich im Schlepptau…. die ganze Kapelle sozusagen. Nach dem Kantersieg der Gäste wenige Tage zuvor gegen Iserlohn war man natürlich gespannt auf diesen Showdown am Samstag nachmittag in der FBG-Sporthalle, der also vor würdiger Kulisse stattfand. Aber, oh Schreck, unter den Zuschauern sah man auch Spione aus Menden – angeblich ja wegen des zuvor stattgefunden Spiels der F2, aber wer das glaubt…

In Anbetracht des bevorstehenden Finales in 2 Wochen ist Gegnerbeobachtung natürlich keine Überraschung und entsprechend reagierte Trainerfuchs Tönnies (immerhin ehemals Ergster Jugend-Meister im Hütchenspiel) mit einem geradezu wahnwitzigen Täuschungsmanöver. Luke und Faris wurden sofort auf die Bank beordert, wo sie unter Protesten geschlagene 37 Minuten schmoren mussten, bis der Mendener Beobachter (Name ist der Redaktion bekannt!!) endlich erwiesenermaßen die Halle verlassen hatte. Noch genialer allerdings war der alte, aber immer effektive Trick mit dem Nummerntausch: Theo bekam die Nr. 14 des nicht anwesenden Alexander zugeordnet. (Gut, seine Nr. 4 hatte Familie Tönnies ohnehin klitschnass vor der Waschmaschine liegengelassen, aber solche Nebensächlichkeiten interessieren im Vorfeld einer großen Schlacht wohl kaum!)

Und natürlich lag der Chefstratege wieder einmal richtig. Seine kleinen Füchslein und Füchsleininnen merkten sofort, dass an diesem Tag das Kollektiv gemeinsam in die Bresche springen musste, und setzten die taktischen Änderungen blitzschnell um. Nach 6 Sekunden fiel das vorentscheidende 1:0, nach 5 Minuten das entscheidende 5:0 und nach 10 Minuten das alles entscheidende 10:0. Die Halinger machten gute Miene zum ungleichen Spiel und ließen sich den Spaß nicht nehmen. Sie feuerten ihre kleinen Helden lautstark an und bedankten sich anschließend noch für das sportlich freundliche Endergebnis, das nicht ansatzweise den Leistungsunterschied wiederspiegelte. Da bedanken wir uns doch gerne zurück, für die gute Stimmung und natürlich für den Umsatz beim Getränkeverkauf.

Am 30.6. um 10:00 Uhr wünschen wir uns Reisebusse mit Ruhrfuchs-Anhängern (gerne auch mit Schnaps und Dorfpolizei) in der Gänsewinkel-Sporthalle, wenn wir als (hoffentlich) erster Sommermeister der Ruhr-Füchse Geschichte schreiben.

Es spielten: Milli, Mie, Oskar B., Oskar W. Levi, Theo, Milan, Mats, Emil, Vincent, Finn, Luke und Faris

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Mit einem Arm im Finale: Ruhr Füchse F1 – SG Iserlohn-Sümmern ► 36:0 (20:0)

Ja, die sind wirklich gut. Aber um das mal zu relativieren – solche Mannschaften hat es historisch schon immer mal gegeben: Cruyffs Barcelona in den Siebzigern, Jordans Chicago Bulls in den Neunzigern, SV 1880 München 2001 – 2003 (dreimal hintereinander Klassenerhalt in der Landesliga Bayern Süd am letzten Spieltag) – und jetzt halt diese Kinder hier.

36:0 war ein noch schmeichelhaftes Ergebnis gegen eine bedauernswerte Iserlohner Truppe, die gerade mal einen einzigen Torwurf zustande brachte. Und bemerkenswert war einmal mehr, wie sich alle Kinder am Spiel beteiligen, mit dem Highlight, dass sich jedes (!!) der 14 Kinder in die Torschützenliste eintragen durfte. Da war die Freude natürlich groß. Taktik-Genie Tönnies stellte mehrmals (quasi minütlich) die Deckungsformation um und zeigte sich insbesondere sehr zufrieden mit Balleroberungen und Umschaltspiel. Nach dem Spiel im Pressegespräch mit Ingo Rous äußerte er auch schon erste Gedanken an das Sommerkreispokalendspiel der F-Jugend am 30.6., an dem die beiden Sieger der Vorrundengruppen gegeneinander antreten dürfen: „Das war heute ein großer Schritt. Mit einem Bein ääh Arm sind wir im Finale.“

Bezeichnend war der bereits in der ersten Halbzeit aufgeschnappte kurze Dialog zwischen zwei Iserlohner Müttern vor dem Kuchenstand. Mutter 1 vorwurfsvoll: „Jetzt könnte man aber mal die Besseren auf die Bank setzen.“ Mutter 2 resigniert: „Die sitzen schon…“ Das kommt halt davon, wenn man zwei talentierte und bereits spielerfahrene Gruppen des Jahrgangs 2011 fusioniert und gegen 2012er Anfänger antreten lässt. So richtig überraschend ist das Resultat vom Sonntag morgen also irgendwie nicht…

Aber bevor man uns jetzt Arroganzanfälle unterstellt: Wir wollen solche Spiele auch nicht. Es ist jedoch zu befürchten, dass derartige Ergebnisse in der kommenden F-Jugend Saison regelmäßig in der Statistik erscheinen würden.
Also daher Spaß beiseite: Wir lassen uns jetzt ab Herbst mal ein Jahr lang in der E-Jugend verhauen. Dann kommen auch die Trainer vielleicht mal wieder auf den Teppich zurück…

Es spielten: Luke, Emil, Levi, Oskar W., Oskar L. B., Mie L. B., Theo Vincent, Vincent, Faris, Alexander, Milli, Finn, Mats und Milan

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Kinderhand tut Wahrheit kund – oder so ähnlich: Letmather TV – Ruhr Füchse F1 ► 12:21 (7:12)

Als am Sonntag morgen Lille Kartofler in der Stadtbücherei „Des Kaisers neue Kleider“ aufführte, ging dem Trainer ein Licht auf. Es bedurfte eines kleinen Jungen, der ja bekanntlich aus der Menschenmenge heraus rief, dass der Kaiser gar nichts am Leibe trug, um die Wahrheit zu erkennen. Und während in den letzten Wochen und Monaten von den Erwachsenen über handballerische Liebesheirat oder Vernunftehe diskutiert wurde, gabs von den Kindern am Samstag Nachmittag in Letmathe die Wahrheit – und zwar aufm Platz. Die Mädchen und Jungs spielten zusammen und miteinander, als hätten sie nie etwas anderes getan. Alle HVEler und HSGler des Jahrgangs 2011 freuten sich über ihre neuen Spielkameraden und zeigten beim ersten Saisonspiel der Sommerpokalrunde eine begeisternde Vorstellung. 9 verschiedene Torschützen sprechen eine deutliche Sprache, aber was noch wichtiger war: alle Kinder waren am Spiel beteiligt und bemüht, ihr Bestes zu geben! Kinderhand tut Wahrheit kund…

Überschwängliches Lob von den wie immer objektiven Eltern und auch vom hochdekorierten Trainer der ebenfalls sehr talentierten Gegnermannschaft trug zur siegestrunkenen Atmosphäre bei.

Aber was da alles nicht gepasst hat im Spiel: teilweise schwaches Rückzugsverhalten, Unkonzentriertheiten, Fehlpässe, Kreis ab, eine unerklärliche Schwächephase kurz vor der Halbzeitpause, und dann noch diese Abpraller, die ja immer, wirklich IMMER beim Gegner landen… Die Liste ließe sich weiter fortsetzen. Eigentlich ganz großer Käse, was die Damen und Herren da ablieferten, fanden die Trainer in der kritischen Nachbesprechung. Straftraining ist diese Woche angesetzt für Mittwoch und Donnerstag. Das Training findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Es spielten: Levi, Theo, Luke, Vincent, Faris, Oskar W., Milli, Milan, Oskar B., Mie, Alexander, Finn und Emil

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