Aller guten Dinge sind drei: Ruhr Füchse mE3 – SSV Meschede ► 25:22 (10:9)

Einmal ist Glück, zweimal ist Zufall, dreimal ist… dann vielleicht doch keine Überraschung mehr. Nach dem hart erarbeiteten Sieg gegen die Gäste aus Meschede war dennoch der Jubel groß. Zwar fehlte der kollektive Spielrausch der Vorwoche in Letmathe, auch fehlte die ganz große Dramatik wie zum Saisonauftakt gegen Iserlohn, aber dafür hatte die Mannschaft es verstanden, gemeinsam aus Schwächephasen wieder ins Spiel zu finden und mit schlauem Spiel immer wieder Tore zu erzielen.

Ein großes Fragezeichen blieb jedoch auch nach dem Spiel bestehen: Hatte Taktik-Genie Tönnies endlich seinen Meister auf der Gegenseite gefunden? Die holprige Aufwärmphase der Gäste, noch dazu mit zunächst nur 6 Kindern, ließ zunächst auf eine klare Angelegenheit für die Ruhr-Füchse schließen. Etwa ein tönnies‘sches Täuschungsmanöver?? Spätestens 8 Sekunden nach Anpfiff, als der Ball zum ersten Mal im Mescheder Tor einschlug, wachten die Sauerländer nämlich auf und zeigten fortan ihr wahres Gesicht – und das bestand aus einer laufstarken Manndeckung in der Abwehr und ziemlich wurfgewaltigen Abschlüssen im Angriff. Nur das regelmäßig schlecht eingestellte Visier der Werfer verhinderte zwischenzeitlich Schlimmeres im Kasten von Levi und Neuzugang Alex K., der sich bei seinem Debut bestens zurecht fand. Und mal wieder konnte man über die knappe Pausenführung von 10:9 mehr als glücklich sein…

Anfang der zweiten Halbzeit sorgte ein Zwischenspurt auf 17:12 für kurzzeitige Beruhigung unter den Eltern auf der Tribüne – dennoch blieb das Spiel spannend bis in die Schlussminuten. Nach dem 21:19 brannte jedoch nichts mehr an, weil die auch am Schluss noch laufstarken Füchse sich immer wieder geschickt aus der Umklammerung der Gäste befreien konnten.

Als Tabellenführer grüßt also weiterhin der Ruhr-Füchslein-Express. Trainer Tönnies kündigte im Hinblick auf das kommende Auswärtsspiel in Hemer an: „Uns ist natürlich bewusst, dass wir aktuell als Spitzenreiter vorgestellt- und dementsprechend auch auf dem Spielfeld so behandelt werden. Doch mit dieser Situation können wir umgehen, denn schließlich haben wir uns die gute Ausgangsposition ja auch erarbeitet. Und wir freuen uns über den Moment, obwohl wir wissen, dass momentan jeder Gegner mit vollem Ehrgeiz gegen uns spielen wird.“ Ach nee, das sagte ja Kay Rothenpieler letzte Woche, kurz bevor sein ASV Hamm zum ersten Mal verlor und an der Tabellenspitze der 2. Liga abgelöst wurde… Wir versuchen das nächste Woche besser hinzukriegen. Denn auch wenn wir nur zum Lernen in der Liga sind: Am schönsten lernt es sich ja, wenn man dabei auch noch gewinnt!

Es spielten: Levi, Mats, Theo, Luke, Vincent, Faris, Oskar W., Eike, Milan, Oskar B., Alex K., Alex R., Finn und Emil.

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Zwei weitere Punkte gegen den Abstieg, sagte auch Otto Rehhagel: Letmather TV 2 – Ruhr Füchse mE3 ► 18:24 (7:12)

Wer kennt die alten Sprüche nicht: “Das sind nur zwei Punkte gegen den Abstieg” sagen regelmäßig die Volker Finkes, Christian Streichs und Peter Neururers der Nation. Und so war sich Trainer Tönnies nach dem Spiel nicht zu schade, diese alte Binsenweisheit lautstark zu zitieren. Aber was war passiert?

Wieder einmal waren die Füchslein in Alter, Größe und Erfahrung unterlegen in ein Ligaspiel gegangen. Da hatte der Trainer der Heimmannschaft in Erwartung eines derart ungleichen Duells seinen besten Spieler gleich zu Hause gelassen. (Den Fehler wird er im Rückspiel nicht nochmal machen…) Luke & Co. hatten vor dem Spiel, reichlich beeindruckt vom Letmather Ergebnis der Vorwoche (23:3 gegen Hemer), durchaus sorgenvolle Mienen aufgetragen. War aber alles irgendwie gar nicht nötig. Als nach wenigen Minuten des Spiels die Zuordnung in der manndeckenden Abwehr besser wurde, erzielten die Füchse mit schön herausgespielten Treffern die erste Führung (5:6) und bauten diese bis zur Halbzeit überraschend deutlich aus (7:12). Mit dem Gefühl, dass bei den Letmathern das Pech etwas überwiegte und die Füchslein in einigen Situationen ein wenig Glück hatten, wurde in der zweiten Halbzeit ein anderes Spiel erwartet. Und das wurde es auch… nur dass die Zwerge noch überlegener wurden und sich in einen kollektiven Rausch spielten. Erst nach dem 13:24 in der 36. Minute wurden die Zügel gelockert und der Sieg nach Hause geschaukelt. Was für eine tolle Leistung!!

Nicht unerwähnt bleiben soll die Tatsache, dass auch der Trainer des 1.FC Kaiserslautern 1996 auch lange Zeit von “Punkten gegen den Abstieg” sprach. Beobachter stellten außerdem am Sonntag in Form und Funktion gewisse Ähnlichkeiten zwischen Taktik-Genie Tönnies und einem gewissen Otto Rehakles fest. Sozusagen ein 40-jähriger mit der Frische eines 80-jährigen – oder umgekehrt? Ach, egal…

Bis zur ersten Niederlage werden wir uns aber jedenfalls noch ein wenig gedulden und uns erstmal ein bisschen weiterfeiern!

Es spielten: Levi, Mats, Theo, Luke, Vincent, Faris, Oskar W., Oskar B., Alexander R., Finn und Emil.

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