Black December – Die unheilvolle Serie setzt sich fort: SG Menden Wölfe 2 – Ruhr Füchse mE3 ► 24:18 (13:8)

Bereits seit Wochen saß Taktix-Genix zu Hause und grübelte, wie er endlich seinen Zaubertrank der Unbesiegbarkeit fertigstellen könnte. Noch immer fehlte ihm die wichtigste Zutat – die im Schmerz vergossenen Kindertränen. Während der letzten Monate war er immer wieder mit seiner Ampulle durch die Sporthallen der Region gestreift, kehrte aber stets mit ohne Ertrag zurück. Doch am Sonntag Morgen in einer Sporthalle im fernen Menden war das Schicksal ihm hold. Endlich konnte Taktix-Genix, auch unter seinem Decknamen „Fischer“ bekannt, mit reicher Beute den Heimweg antreten. Es waren Tränen der körperlichen Schmerzen, ebenso wie die noch wertvolleren Tränen der Verzweiflung, die die Kinder der E3 während und nach dem Spiel gegen die Sauerländer Wölfe vergossen hatten. Zu ungewohnt war die Situation für die kleinen Schwerter Füchslein, als dass die jungen Geister dies ohne emotionale Achterbahn verkraften konnten.

Doch was war passiert? Die Füchslein hatten verloren. Weiter nichts. Gegen einen Gegner, der größer (ein wenig), schneller (meistens), und robuster (durchgehend) war und den erfolgsverwöhnten Füchsen die erste Saisonniederlage beibrachte. Dabei hatte man wahrlich nicht schlecht gespielt. Alle kämpften nach Kräften (die jedoch bei hohem Tempo schnell schwanden) und konnten auf Dauer dennoch nur phasenweise mithalten. 

Als „Black December“ wird man wohl künftig die kalte Jahreszeit mit Sorgen erwarten, schließlich ist es für sämtliche Schwerter Kinder des 2011er Jahrgangs die erste Niederlage seit exakt 12 Monaten – da darf man wohl eigentlich schon jetzt mit Stolz auf das Jahr zurückschauen.

Und während im Dezember 2018 Trainer Tönnies im Gespräch mit der Presse noch das Fehlen der beiden Größten (damals Milan und Lionel) als Grund für die Niederlage vorgeschoben hatte, fiel ihm diesmal nichts besseres an, als daran zu erinnern, „dass uns schließlich heute mit Levi, Oskar W., Mats, Finn und Alex K. fast unsere gesamte kleine Geflügel-Zange gefehlt hat.“ Ja, ja, immer wie man es braucht… Stets eine passende Ausrede zu haben, ist halt auch Teil des Trainergeschäftes.

Während die Siegesserie zu Ende geht, bleibt am Ende nur noch die eine Konstante: Schöps spielt immer (durch).

Es kämpften und spielten: Theo, Luke, Vincent, Faris, Eike, Milan, Oskar B., Alex K und Emil.