Von Mexiko bis Frankreich – mB in Dronninglund

Montagmorgens um kurz vor sechs Uhr ging es für die mB der Ruhr Füchse und die wA der HVE los Richtung Norden. Ziel war der das größte internationale Turnier Dänemarks in dem kleinen Ort Dronninglund, 30 km nördlich von Aalborg.
Nach der 9 Stündigen Fahrt wurde erst mal das Klassenzimmer im 8 km von Dronninglund entfernten Hjallerup bezogen, in welchem ein Teil der Mannschaften untergebracht wurde.
Abends ging es zur Eröffnungsveranstaltung bei der die Größe und Vielseitigkeit des Turniers zum ersten mal deutlich wurde. Es wurden Mannschaften aus allen Teilen der Welt vorgestellt. Darunter viele europäische zB. aus Frankreich, Skandinavien oder den Niederlanden, aber auch einige aus Indien, Mexiko, Taiwan oder Brasilien.
Am Dienstag ging es dann los mit den Spielen der Vorbereitung. Gespielt wurde auf Rasenplätzen, zum Teil wurde Harz benutzt mit welchem die Jungs bis jetzt nahezu keine Erfahrungen gesammelt hatten. Der erste Gegner waren die Aztecas aus Mexiko. In der Spielzeit von 2 mal 15 min konnten diese ihre fehlende körperliche Stärke sehr gut durch spielerische und läuferische Überlegenheit ausgleichen. Endergebnis 12 – 17. Im zweiten Spiel machte sich die dünne Besetzung von nur 8 Spielern bemerkbar, von denen einer mit Handgelenksverletzung nach dem ersten Spiel für den Rest des Tages ausfiel. Bis zur Halbzeit konnten die Ruhr Füchse noch gut gegen den BTB Aachen mithalten und immer wieder das Unentschieden herstellen. In der zweiten Hälfte lies die Kraft der Jungs nach und Aachen konnte den Sieg mit 8 – 13 mitnehmen.
Das letzte Spiel des Tages entwickelte sich zu einer spannenden Partie auf Augenhöhe. Der Gegner ALSGL-UODL Handball 4 aus Frankreich konnte nach einem knappen Spiel den Sieg durch eine Parade des Torwarts in letzter Sekunde festhalten (14 – 15). Abends konnten sich die Jungs (und auch die Trainer) im gegenüber der Schule liegenden Schwimmbad abkühlen.

Am Mittwoch wurde erneut gegen eine französische Mannschaft gespielt (Union Pays d’Aix Bouc Handball), erneut ein Spiel auf Augenhöhe, erneut in letzter Minute entschieden und leider erneut mit einem Tor verloren. Offiziell wurde das Spiel als 5 – 0 Sieg für die Ruhr Füchse eingetragen, da die Franzosen zwei Spieler dabei hatten, die zu alt für die Altersklasse Boys 15 waren.
Zwischen den Spielen wurde die Mädchenmannschaft angefeuert, sich im Schatten ausgeruht (das Wetter war sehr gut, sonnig und 20 – 25°C) und sich mit Äpfeln oder Keksen gestärkt.
Das letzte Spiel der Vorrunde konnte bereits in der ersten Hälfte entschieden werden, da die dänische Mannschaft Visse IF nur 5 Feldspieler stellen konnte. Nachdem zur Halbzeit ein 5 Tore Vorsprung heraus gespielt worden war, konnte mit 5 Feldspielern weitergespielt werden und der Sieg ins Ziel geholt werden (15 – 12). Am Abend fand ein internationales „Final Four“ der Altersklasse Gils 17 statt, bei dem aus verschiedenen, einem Land zugehörigen Mannschaften eine Art „Nationalmannschaft“ gebildet wurde. Ein paar Mädchen sowie der Trainer der HVE haben mitgemacht und die Jungs haben angefeuert.

Über einen Dreiervergleich mit der dänischen und einer der französischen Mannschaften kam es dazu, dass es für die Jungs am Donnerstag im A-Turnier in einer rein französischen Gruppe weiterging. Das bedeutete auch deutlich früher aufstehen und das machte sich bemerkbar. Direkt am frühen Morgen gab es eine hohe Niederlage gegen die deutlich überlegene Mannschaft ALSGLUODL Handball 1, welche das Finale am Samstag mit 21 – 22 verloren hat (8 – 30). Dazu kam der vom Morgentau noch feuchte Boden und der dementsprechend feuchte Ball, mit dem die Jungs mehr zu kämpfen hatten als der Gegner. Auch gegen die zweite Mannschaft von ALSGL-UODL Handball gab es im zweiten Spiel des Tages nichts zu holen (15 – 7).

Am Abend konnten zwei von den Jungs an einem, genau wie am Vortag bei den Mädchen aufgebauten, Beachhandball Turnier teilnehmen. Dabei wird auf Sand gespielt und es gibt einige Sonderregeln, wie zB. dass Torwarttore oder Kempatore doppelt zählen. Der Rest der Mannschaft verfolgte die ersten Beachhandball Versuche ihrer Freunde von der Seitenlinie.

Bereits vor dem letzten Gruppenspiel am Freitagnachmittag stand fest, dass es auch das letzte Spiel im Turnier für die Füchse sein sollte. Da vor dem ersten Spiel noch viel Zeit war konnte die Mannschaft noch einen Abstecher ans Meer machen, die Füße ins Wasser halten und eine Runde „Wikinger-Schach“ spielen. Zurück in Dronninglund ging es dann zum Spiel. Es wurde schnell klar, dass dieser Gegner schlagbar ist. Leider gesellte sich zu einem am Vorabend geprellten Finger nach kurzer Spieldauer eine eventuell gebrochene Nase. Doch auch in Unterzahl blieb das Spiel offen und immer auf Augenhöhe. Kurz nach der Halbzeit musste ein weiterer Spieler mit Knieproblemen vom Platz. Doch auch in doppelter, durch eine Zweiminutenstrafe sogar zeitweise in dreifacher Unterzahl gelang es den Jungs immer wieder Tore zu erzielen und hinten in Zusammenarbeit mit dem Torwart zu verhindern.

Am Ende reichte die Kraft leider nicht aus und die Füchse verloren das Spiel mit 13 – 15. Der letzte Abend wurde mit einem letzten Mal schwimmen und Pizza abgeschlossen, sodass es am Samstag morgen wieder zurück gehen konnte.